Muskeltransferoperationen bei chronischem Schaden der Rotatorenmanschette

Offene und minimalinvasive Operationen an der Schulter

Muskeltransferoperation
Muskeltransferoperation
Muskeltransferoperation
Muskeltransferoperation
Muskeltransferoperation
Muskeltransferoperation

Bei chronischen, nicht rekonstruierbaren Sehnendefekten der Rotatorenmanschette besteht die Möglichkeit den Defekt mittels Muskel – Sehnen – Transferoperationen zu decken und die Schulterfunktion zu verbessern. Bei Defekten der vorderen Rotatorenmanschette (Subscapularis) wird ein Transfer des Pectoralis major (PM) und bei oberen-hinteren Defekten (Supraspinatus/Infraspinatus) ein Latissimus dorsi (LD) Transfer durchgeführt.

Die Nachbehandlung erfolgt analog der Rotatorenmanschettenrekonstruktion mit Ruhigstellung des Armes in einem Abduktionskissen für etwa 6 Wochen. Es wird eine Physiotherapie eingeleitet, die in den ersten 6 Wochen passiv und im Anschluss zunehmend aktiv durchgeführt wird. Die gesamte Rekonvaleszenzdauer nimmt ca. 24 Wochen in Anspruch.

Chronische Defekte der Rotatorenmanschette RM führen zu einer pathologischen Biomechanik des Gelenkes und im Verlauf zu einem Ansteigen des Oberarmkopfes nach oben, wozu es zu einer sog. Defektarthropathie kommt. Für diese Erkrankung entwickelte Grammont in den 80er Jahren die inverse Prothese. Durch Implantation dieser Prothese kann durch Verbesserung der Deltavorspannung (Deltaprothese) auch bei nicht mehr funktionsfähiger Rotatorenmanschette eine schmerzfreie Schulterfunktion wiederhergestellt werden.
Während der ersten 6 postoperativen Wochen wird das Schultergelenk in einem
Schlauchverband ruhiggestellt. Am ersten Tag nach der Operation kann mit einer frühfunktionellen
physiotherapeutische Behandlung begonnen werden, wobei das Schultergelenk in den ersten 6 Wochen nur passiv bewegt werden darf. Im Anschluss beginnt die aktiv-assistive Therapie und schließlich die individuelle Beübung des Gelenkes mit zunehmender Belastung . Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Beruf 6-12 Wochen.
Nach Schulterprothesenimplantation sind schwere Belastungen im Rahmen sportlicher Betätigung möglichst zu vermeiden.

Prof. Dr. med. Frank Martetschläger

Prof. Dr. med. Frank Martetschläger

Schulter-und Ellenbogenchirurgie

Prof. Dr. med. Frank Martetschläger ist Partner am Deutschen Schulterzentrum in der ATOS Klinik München und ein national wie international anerkannter Spezialist auf dem Gebiet der Schulter- und Ellenbogenchirurgie.